Für 6 Radsportler stand ein besonderer Sonntagnachmittag auf dem Programm: Zwei Stunden lang schnupperten Sie auf der Radrennbahn Öschelbronn in die faszinierende Welt des Bahnradsport. Für die Teilnehmer war es die erste Begegnung mit dem steilen Holzoval, den speziellen Bahnrädern und den besonderen Anforderungen dieser traditionsreichen Disziplin.
Beim ersten Blick auf die Räder wurde deutlich, dass auf der Bahn andere Regeln gelten als auf der Straße: Bahnräder haben keine Bremsen und keinen Freilauf. Das bedeutet, die Pedale drehen sich permanent mit dem Hinterrad mit und wer aufhört zu treten wird trotzdem von den Pedalen weiter bewegt. Das Bremsen ist nur möglich wenn man kontrolliert gegen die Pedalbewegung arbeitet. Für die Neulinge eine zunächst ungewohnte Erfahrung…

Nach der Einweisung durch unseren 1. Vorstand Chris Dörle (ein ehemaliger, erfolgreicher Bahnfahrer) in Material, Sicherheitsregeln und Fahrtechnik ging es zunächst darum sich an das ungewohnte Fahrgefühl zu gewöhnen. Die ersten Runden wurden noch vorsichtig auf der „Côte d´Azur“, dem unteren Bahnbereich absolviert. Mit zunehmender Sicherheit wagte sich die Gruppe höher in die Steilkurven, das Tempo stieg an und die Radsportler wurden bald auch über der blauen Linie (Steherlinie im oberen Drittel der Bahn) gesehen. Im weiteren Verlauf übten die Teilnehmer das Fahren in der Gruppe, dabei zeigte sich schnell: auf der Bahn zählt nicht nur die eigene Leistung sondern auch das präzise Zusammenspiel mit den Mitfahrern.

Den Höhepunkt bildete schließlich ein Ausscheidungsrennen: jede 2. Runde schied der letzte Fahrer aus dem Feld aus bis nur noch zwei Sportler um den Tagessieg kämpften. Noch einmal waren volle Aufmerksamkeit, taktisches Geschick und die schnellsten Beine auf dem Bahnrad gefragt.
Am Ende waren sich alle Teilnehmer und unsere Zuschauer einig: die ersten 2 Stunden auf der Bahn waren gleichermaßen anspruchsvoll und begeisternd. Der Ausflug nach Öschelbronn könnte also durchaus der Auftakt für weitere Bahnradevents des RSC Komet gewesen sein…
Wir danken Thomas Klein für die Organisation und Chris Dörle für die Sach- und Fachliche Einweisung auf der Bahn.
















