01.09.2016 - Martin beim Ötztaler Radmarathon
erstellt von Manuel Enderle am 01.09.2016 19:17

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Der Ötztaler Radmarathon sollte für Martin wieder den Höhepunkt und Abschluss der Marathon-Saison darstellen. Die letzten Vorbereitungswochen mit einer Trainingswoche im Trentino und 2 Marathons lief ganz gut. Somit war nach dem Abschneiden im letzten Jahr mit knapp über 8 Stunden das Ziel schnell definiert: diesmal soll die 7 davor stehen.

Die Wetter-Voraussetzungen versprechen warmes, trockenes Wetter. In Südtirol sollte es wieder recht heiß werden. Die Gewittergefahr sollte erst am späten Nachmittag zunehmen. Somit war die Kleidungswahl auch auf ein Minimum reduziert.

Nach dem Startschuss um 6:45 und den ersten Metern kam es im Feld auch gleich zu einer ersten Rudelbildung. Kaum 100 Meter gefahren, liegen gleich einige Fahrer am Boden. Die Kilometer hinunter nach Ötz sind besonders in der ersten Gruppe immer mit hohem Sturzrisiko verbunden. Hinter dem Führungsfahrzeug kommt es immer wieder zu Bremswellen, wodurch es zu einem weiteren Sturz bei hoher Geschwindigkeit kam. Martin kam heil bis Ötz durch, im Anstieg zum Kühtai war die Devise, oben möglichst mit einer größeren Gruppe anzukommen, um in der Abfahrt und später zum Brenner Körner zu sparen. Bis zu den letzten 2 km vor der Passhöhe gelang es auch soweit. Dann musst Martin allerdings die Gruppe ziehen lassen. In der Highspeed-Abfahrt durchs Sellraintal gelang dann wieder der Anschluss an eine große Gruppe, die dann auch sehr zügig den Anstieg zum Brennerpass bewältigte. Bis hierhin verlief noch alles nach Plan. Am Brenner muss Martin als einer der wenigen in die Verpflegungsstelle einbiegen, um Wasser aufzufüllen, die meisten anderen konnten sich vom eigenen Verpflegungsservice versorgen. So musste Martin Richtung Sterzing wieder viel investieren, um zur Gruppe aufzuschließen. Ab dem Jaufenpass zählt dann nur noch das eigene Leistunsvermögen. Bis zur Hälfte des Passes lief es auch weiter rund, danach löste sich die Gruppe immer weiter auf, auch Martin musste etwas Tempo rausnehmen, um nicht zu überziehen. Die Abfahrt vom Jaufenpass bietet nochmal eine kurze Verschnaufpause vor dem Timmelsjoch. Jedoch gilt es auch hier möglichst keine Zeit liegen zu lassen. Auch nach der Zwischenzeit am Jaufenpass war alles auf Plan, einige Minuten Reserve um unter 8 Stunden zu bleiben, aber entscheidend wird das Timmelsjoch. Dieses noch in 2 Stunden bewältigen, dann sollte es klappen. Die ersten 1000 hm von St. Leonhard weg waren dann auch durch die Hitze sehr zermürbend. In sehr reduziertem Tempo ging es bis zur Verpflegung Schönau. Mit Zucker jeglicher Art vollgepumpt ging es in die letzten 700hm bis zur Passhöhe. Spätestens hier hat der Spaß an der Sache ein Loch. Aber die Mitstreiter sehen ebenso zermürbt aus, große Verschiebungen ergeben sich nicht mehr. Die Passhöhe ist gerade so im Zeitplan erreicht. In der Abfahrt und im Gegenanstieg muss es jetzt nochmal rund laufen. Mit einigen Mitstreitern wurde gut zusammengearbeitet, so dass 30 Minuten später Sölden erreicht ist. Der Blick auf die Uhr gibt die Gewissheit: 7:54:49. Es hat gereicht. Ziel erreicht. Damit lässt sichs feiern!

 

Sportliche Grüße

RSC Komet Ludwigsburg