09.09.2015 - Martin beim Highlander Radmarathon
erstellt von Manuel Enderle am 09.09.2015 19:58

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Die Saison geht langsam zu Ende, aber nicht ohne diese noch mit einigen Höhepunkten abzuschließen. Der August wurde nochmal gezielt zur Vorbereitung auf den Ötztaler Radmarathon genutzt. So stand in der ersten Augustwoche nochmal ein Trainingslager in Livigno auf dem Programm. Direkt im Anschluss, quasi auf dem Heimweg, stand dann noch die Teilnahme am Highlander Radmarathon auf dem Programm.

So kam ich also nach einer harten, aber traumhaften Trainingswoche mit ca. 850km und 19.000hm in den Beinen und Erinnerungen an Stilfser Joch, Gavia, Mortirolo im Kopf in Hohenems an, um am Sonntag den Highlander zu bestreiten. Da ich den Radmarathon zum ersten Mal fahre, mache ich mich nochmal über die Strecke schlau. Es stehen Pässe wie Bödele, Hochtannbergpass, Flexenpass, Faschinajoch und Furkajoch auf dem Programm. Insgesamt 4000 hm auf 180km. Die Pässe sagen mir alle nichts, und ich denke im Vergleich zu den Giganten der letzten Woche werden diese mir auch keine großen Schwierigkeiten bereiten. Der Bregenzer Wald hat ja eher Mittelgebirgs-Charakter. Denkste!

Direkt nach dem Startschuss am Sonntag um 7 Uhr rollt die Meute zunächst rund 7 km bis zum ersten Anstieg, dem Bödele. Ich versuche mich gleich nach vorne zu arbeiten, offenbar versuchen das alle anderen auch, und so stehen zu Beginn des Anstiegs gleichmal deutlich über 400 Watt auf der Anzeige. Zum Glück lassen auch die Mitstreiter im laufe des Anstieges etwas nach, so dass bei gleichmäßigem Tempo die Position halten kann. Nach der ersten Abfahrt folgt ein längeres Flachstück in Richtung Hochtannbergpass, das in einer größeren Gruppe kraftsparend absolviert werden kann. Am Hochtannbergpass und Flexenpass halte ich mich weiter in der nun gefundenen Gruppe auf. Nach dem Flexenpass erfolgte eine kurze neutralisierte Phase, die alle zur Erholung genutzt haben. Anschließend ging es in rasender Fahrt das Klostertal hinab bis Bludenz, ehe der nächste Anstieg auf dem Programm stand, das Faschinajoch. Ich finde schnell einen guten Rhythmus und kann mich weiter nach vorne arbeiten. In der Meinung, den Anstieg fast geschaft zu haben passieren wir ein Flachstück mit einigen Ortschaften und einer Abzweigung Richtung Faschinajoch. Ok, da kommt also doch noch was. Und wie. In sengender Sonne stets über 10% Steigung zieht sich der Anstieg nach oben. Anfangs kann ich meinen Rhythmus weiter fahren, kann Positionen gut machen. Gegen Ende ging es dann immer zäher, aber auch die anderen Teilnehmer leiden, ich höre laufend fluchende Ausdrücke. Nach einer kurzen Abfahrt Richtung Damüls muss noch das Furkajoch erklommen werden, das zum Glück deutlich besser rollt als der vorige Anstieg. Vom Furkajoch steht dann keine große Schwierigkeit mehr im Weg, es geht gut 20km nur noch bergab bzw. flach ins Ziel. Dieses ist dann nach 6:15 Fahrzeit mit Platz 49 erreicht.
Angesichts der noch schweren Beine vom Trainingslager bin ich zufrieden mit der Leistung und zuversichtlich, gut erholt für den Ötztaler noch etwas herauszuholen.

Sportliche Grüße

RSC Komet Ludwigsburg