04.08.2015 - Michael bei seinen ersten Radrennen
erstellt von Manuel Enderle am 04.08.2015 19:49

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Rems–Murr-Pokal 2015

Schorndorf 31.07.

Es ist ein eigenartiges Gefühl, wenn man zum ersten Mal am Start eines Radrennens steht. Vor allem, wenn man der jüngste Teilnehmer ist und sowohl Starterfeld als auch Streckenverlauf nicht unbedingt als anfängerfreundlich gelten. Schon kurz nach dem Start wird mir klar, dass dieses Rennwochenende kein gemütliches wird. Durch meine eher verhaltene Fahrweise in den Kurven verliere ich schnell den Anschluss und muss danach lange im Alleingang fahren. Doch gerade auf den Kopfsteinpflasterpassagen kann ich auf meine Mitstreiter aufholen und fahre bald in einer kleinen Gruppe dem Ziel entgegen. Gerade als meine Position gesichert scheint, rutscht mein Vordermann in einer engen Kurve weg und ich kann nur knapp einem Sturz entgegen. Allerdings kostet mich dieses Manöver viel Zeit und so komme ich am Ende abgeschlagen ins Ziel. Dass ich trotzdem noch 47. von 90 werde, ist zumindest kein schlechtes Zeichen. Mein Ziel, unbeschadet  zu erreichen habe ich schließlich erreicht.

Backnang 01.08.

Am zweiten Tag gehe ich voll motiviert an den Start und erhoffe mir, durch den steilen Anstieg bei Start-Ziel einige Positionen gutzumachen. Bei der Streckenbesichtigung muss ich jedoch einsehen, dass es wichtiger wird, auf dem Rad sitzenzubleiben. Die Abfahrt ist dermaßen gefährlich, dass ich dort im Rennen die Vernunft vor sportlichen Ehrgeiz stelle. Die Lücke, die dort zu meinen Vordermännern entsteht, muss ich allerdings im folgenden flachen „Erhol-Stück“ zufahren, was mich langsam aber sicher zermürbt. Diese verlorene Kraft lässt mich auf dem Anstieg unendlich leiden und als ich das Ziel erreiche, bin ich einfach nur froh, dass ich es hinter mir habe.

Fellbach 02.08.

Die Strecke auf dieser dritten und letzten Etappe ist unglaublich anspruchsvoll mit ihren 80 Hm pro Runde. Zwar wird vor dem Start die Rundenzahl auf 14 reduziert, jedoch kann das meine Stimmung nicht unbedingt heben. Ich gehe erkältet an den Start und das bei einer Außentemperatur von 30°C. Eigentlich hatte ich mich sehr auf den selektiven Kurs gefreut, doch in meiner kränklichen Verfassung komme ich nie wirklich in einen guten Tritt. Nach der Hälfte der Renndistanz bekomme ich kaum noch Luft und verliere den Anschluss zu meiner Gruppe. Kurze Zeit später muss ich einsehen, dass ich dieses Rennen nicht beenden kann und steige tief gekränkt aus. In dem Fall geht die Gesundheit vor. Auch wenn der Rems-Murr-Pokal so für mich ein eher unversöhnliches Ende nimmt, war es doch eine sehr wichtige Erfahrung für mich, die mir unglaublich viel mitgegeben hat. Dass es einfachere Rennen zum Einstieg in das Renngeschehen gibt, ist mir jetzt auch klar. Aber wo wäre da denn der Spaß geblieben?

Sportliche Grüße

RSC Komet Ludwigsburg


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